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Die Symptome

Die ersten Beschwerden, die wahrgenommen werden, spielen sich meist auf der körperlichen Ebene ab: die sogenannten Psychosomatischen Symptome. Als Psychosomatisch werden körperliche Störungen eingeordnet, wenn sich bei der Untersuchung, meist ist der Hausarzt die erste Anlaufstelle, keine organischen Fehlfunktionen für die immer wieder auftretenden Störungen finden lassen. Solche Störungen können sein: die Unfähigkeit zur Entspannung in der Freizeit, wiederkehrende und andauernde Schlafstörungen, Einschlafstörungen, Nachts immer wieder wach liegen, in aller Frühe aufwachen und nicht mehr einschlafen können. Mit den unterschiedlichsten Schmerzen signalisiert der Körper seine Erschöpfung wie Muskelverspannungen, Kopfschmerzen und Rückenschmerzen. Es können auch Magen-Darm-Beschwerden auftauchen und starkes Herzklopfen, zu schneller Puls und erhöhter Blutdruck bis hin zu einem Engegefühl in der Brust, was oft dann beim Arztbesuch zu entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen führt wie Untersuchungen, ob ein Herzinfarkt droht mit Hilfe von Herzkathederuntersuchungen, die dann aber unauffällig sind. Oft zeigt sich auch eine unerklärliche Abgeschlagenheit, eine reduzierte Immunabwehr, man erliegt jedem Virus und Bakterium, ein grippaler Infekt oder Halsentzündung reiht sich an die andere.

Die zunehmende Erschöpfung hat ihre Folgen auch im sozialen Umgang. Die gewohnten Freizeitaktivitäten sind immer mühsamer einzuhalten, werden immer öfter abgesagt, versiegen schließlich ganz. Der Fernsehapparat ist oft nur noch der einzige Kontakt zur Außenwelt. Alkohol- und Zigarettenkonsum nehmen zu zum Teil als letztlich schlechte Eigentherapie, um die erhöhte innere Anspannung vermeintlich abmildern zu können bis hin zum Missbrauch von Beruhigungsmitteln. Anspannung zeigt sich auch in gestörtem Essverhalten, entweder Abmagern oder ungewöhnlicher Gewichtszunahme. Schließlich haben diese ganzen Veränderungen auch ihre negativen Auswirkungen auf das direkte soziale Umfeld, Freunde gehen verloren, Anspannung und Probleme in der Partnerschaft und der Familien tauchen auf. Im Arbeitsumfeld wird man unzufrieden, was zu einem häufigen Arbeitsplatzwechsel oder schließlich zum kompletten Ausstieg aus dem Beruf führen kann.

Auf der emotionalen Ebene finden sich dann Veränderungen der Stimmungslage, die in Phase 3 und 4 des Burnout Verlaufes schon erwähnt wurden. Es tauchen vermehrt Gefühle der Hilflosigkeit, Unzulänglichkeit und Unfähigkeit auf, die schnell zu einem verringertem Selbstwertgefühl führen können. Starke Stimmungsschwankungen führen dann zu häufigen depressiven Verstimmungen, bis hin zu Pessimismus, Fatalismus und einem Gefühl von innerer Leere. Das Gefühl innerer Leere (= Apathie) kann dann auch in Ungeduld, Reizbarkeit und Nervosität bis hin zu Bitterkeit, Ärger und Aggressivität umschlagen.

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zitiert aus STERN 12/2010:
1.Schlafapparat
2.Schlafverlauf
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