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Zahlen und Fakten

Schaut man sich allerdings die Symptomatik, die mit Burnout verbunden ist, genauer an, so erinnert diese nicht nur an, sondern stimmt mit Kategorien überein, die tatsächlich im Internationalen Klassifikationssystem für Diagnosen (ICD 10) zu finden sind: z.B. leichte, mittlere bis schwere depressive Störungen, Anpassungsstörungen mit Angst- und Depressionssymptomen.

Dafür gibt es dann auch verläßlichere epidemiologische Zahlen, die vor allem die Krankenkassen erhoben haben, die die Entwicklungen bestimmter Erkrankungen ihrer Versicherten über die Jahre hinweg beobachten.

Hier zeigt sich tatsächlich ein dramatisches Bild, das die Annahme stützt, dass Burnoutphänomene um sich greifen.

Deutsches Ärzteblatt 4/2005: Rückgang des Krankenstandes bei gleichzeitiger Zunahme von psychischen Erkrankungen

Jahresbericht der DAK 2007: psychische Erkrankungen sind vierthäufigste Ursache für Fehltage, Angst- und Depressionen dabei die häufigsten Krankheitsbilder, Krankschreibungen aus psychischen Gründen sind in den letzten 5 Jahren um 20 % gestiegen.

Die Diagnose Depression stieg auf Rang 3 der wichtigsten Einzeldiagnosen für Arbeitsunfähigkeit, nur noch übertroffen von Rückenschmerzen und Atemwegserkrankungen.

International zeigt sich ein vergleichbares Bild, die Weltgesundheitsbehörde (WHO) berechnet regelmäßig die gesellschaftlichen Kosten, die durch bestimmte Erkrankungen anfallen, und kommt zu der Prognose, dass die gesamtgesellschaftlichen Kosten (Global Burden) für depressive Erkrankungen, die 1990 noch an 4. Stelle lagen im Jahre 2020 an 1. Stelle liegen werden. Kann eine Entwicklung noch dramatischer zu befürchten sein?

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